ab Sj 2013/14 Kl. a, Frau Paepcke

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Diese Hitze schaffte alle - Schüler/innen und Lehrer! Was also tun? Durch die unbarmherzige Sonne zur Sporthalle mit ihrer stickigen Luft laufen? Dann testen wir doch die zwar noch nicht für die Öffentlichkeit freigegebene, aber nach Absprache mit der Stadt Weiterstadt für uns mit Einschränkung - "Aber den Rasen schonen!" - nutzbare "Heinrich-Bengel-Anlage".

Freitag früh, 8 Uhr, es ist noch nicht brutal heiß, eher eine angenehme Luft. Wir gehen über die Hängebrücke, vorsichtig, ein neues Gefühl. Nach kurzer Besprechung im "Rondell" folgen Staffelläufe. Kleine Runde, abschlagen, hinsetzen+erholen, wieder anstellen - echt schweißtreibend! Ein gutes Training und in neuer Umgebung mit richtigem Spaß verbunden!

Nun folgt was Neues: aus einer orangenen Stofftasche kommt in einer Kiste der "Fröbel-Kran" heraus. "Ist das Sport?", wird gefragt? "Ja, hier geht es um Konzentration, kooperieren mit allen anderen aus der Klasse -Teamarbeit! - und es gilt, mit viel Gefühle an den Fäden entweder ziehen oder nachgeben!", verteidigt Schulleiter und Sportlehrer Gerhard Kraft den Einsatz des "Fröbel-Krans". Einfach so, da macht heute im 21. Jahrhundert  kaum ein Grundschüler etwas. Da braucht es überzeugende Argumente!

Der "Fröbel-Kran" ist eine Erfindung aus dem 19. Jahrhundert von Friedrich Wilhelm August Fröbel, der vor 200 Jahren sein Programm zur frühkindlichen Bildung und Erziehung entwickelte - ohne ihn kein Kindergarten oder wie es inzwischen heißt: Kindertagesstätte! - und diesen Kran nutzte, um seine pädagogischen Ideen umzusetzen. Heute wird der Fröbel-Kran nicht nur in Schulen sondern auch erfolgreich bei Mitarbeiter-Schulungen in Verwaltungen und Firmen gerne eingesetzt.

Die 3a macht sich an die Aufgabe. Manche versuchen mt Anweisungen an die Mitschüler/innen den Erfolg zu erreichen. Schwierig! Aber nach hoch konzentrierten, anstrengenden Minuten ist es geschafft: der Kran hebt den Holzklotz und setzt ihn an die richtige Stelle wieder ab. Begeisterung! Nun lautet die Anweisung: "Gleiche Aufgabe, aber es wird nicht gesprochen!" Und? Erstaunlich: Es klappt sogar besser. Der Jubel ist groß! Mehrere Schüler/innen äußern danach: "Das war ein gutes Gefühl. Ich war mir sicher, wir schaffen das gemeinsam!" Bravo! Das hätte den alten Fröbel bestimmt gefreut! Ein Superteam, die 3a!

Große Zufriedenheit, aber auch Erleichterung, zeigte sich auf den Gesichtern der 3a nach der Premiere. "Die Woche war intensiv und schön", erklärten die Theaterpädagogen Hedwig Schwab und Andreas Konrad nach der Vorstellung dem Publikum. "Ja, es hat allen Spaß gemacht", bestätigte Klassenlehrerin Danica Paepcke, "aber es war anstrengender als Unterricht. Und ein Danke! an die Sparkassenstiftung, die die beiden Theaterleute finanzierte."

Für die begeisterten Nachwuchsschauspieler war es gar nicht so einfach, auf der in Zonen unterteilten Spielfläche mit ihrer Gruppe die aufeinander abgestimmten Auftritte hin zu bekommen. Und dann gab es noch jede Menge Aktion und spacesische Musik. Nicht nur die Venus-Katzen mussten gerettet werden. Die phantastischen Prinzessinnen warteten auf ihre Befreiung. Was aber irgendwie nicht klappte. Darum mussten diese sich dann selbst befreien. Denn die "Retter des Universiums" verspäteten sich - oder verflogen sie sich in den Weiten des Weltraums? (da war es schwierig für mich, die Geschichte vollständig zu verfolgen, g.kraft) - und waren gut beschäftigt mit ihren hochkomplizierten technischen Apparaten. Dann wurden die "Retter des Universums" schnell entschlossen von den phantastischen Prinzessinnen als ihre Ritter empfangen und irgendwie aber auch eingefangen. Gut, dass am Ende noch die Venus-Katzen geholt werden konnten. (Hinweis: Wer findet, diese Beschreibung stimmt nicht so ganz, darf mit höchstens 200 Wörtern eine nach seiner Meinung zutreffendere Beschreibung verfassen, die dann hier veröffentlicht wird. g.kraft)

Puh, die Szenen wechselten im Minutentakt und vom Publikum war volle Konzentration gefordert.

Die Spannung entlud sich nach Vorstellungsende am Kuchenbufett. Hier trafen sich Eltern, Kinder und Pädagogen, aber auch Oma und Opa und die kleinen Geschwister. "Es war eine gute Woche für meinen Sohn", meinte ein Papa. "Er ist mit noch mehr Freude in die Schule gegangen. Danke für dieses Projekt!" Das hörten Frau Paepcke, Klassenlehrerin,  und Herr Kraft, Schulleiter, gerne.

Neben vielen Köstlichkeiten gab es auch auf dem Bufett eine Premiere: Ein gebackenes Schloss (siehe Foto) - könnte die Schloss-Schule sein!

Der Flurbereich vor den Klassen 3a und 3b hat seine neue Farbe bekommen! Alle Schülerinnen und Schüler und die Klassenlehrerinnen Danica Paepcke und Sandra Wolf gehen ab Montag durch einen schicken Flur in ihren Klassenraum.

War es am Vortag noch die Versorgung durch Väter mit gegrillten Würstchen (hat halt gut gepasst im Rahmen des Klassenfestes der 3b) gab es am nächsten Tag leckereren Erdbeerkuchen und Donuts in der Kaffeepause.

Dank der guten Vorbereitung durch Frau Paepcke und Frau Wolf - unterstützt durch "Gregor-Bau" - war dann der eigentliche Arbeitsaufwand letztlich überschaubar. Das Abkleben war aufwändig - muss aber sein. Der untere Bereich ist in grau gehalten, damit zukünftige leichte Verschmutzungen weniger sichtbar sein werden. Das Streichen der beiden Teile brauchte jeweils ca. 2 Stunden Arbeit mit immer 3 bis 4 Eltern.

Beim 2. Elterneinsatz begleitete Viktor seinen Vater: "Wir hatten gute Stimmung. Mir hat es Spaß gemacht. Ich habe viel gestrichen! Ich hatte den Eindruck, auch den Eltern hat es Spaß gemacht."  

Der Flur sieht jetzt richtig gut aus und die Dreckspuren an der Wand sind weg. Nun ist die Hoffnung, dass in Zukunft die Schuhe mit ihrem Dreck schön auf dem Boden bleiben und nicht auf geheimnisvollem Weg ihre Spuren in 40 oder 55 Zentimeter Höhe, manche auch in 95 Zentimeter Höhe, an der sauberen Wand hinterlassen!  

Nur noch flott aufräumen und Abdeckfolie und Bodenflies zusammenlegen, Pinsel und Rollen auswaschen und alles zur Seite legen. Es haben schon weitere Elten angekündigt "ihren" Flur streichen zu wollen. Die Farbe zahlt uns der Schulträger, der Landkreis Darmstadt-Dieburg. Und falls es teurer wird, hat der Förderverein erklärt, die Elternaktion zu unterstützen. Wird doch!

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